{"id":231,"date":"2025-06-05T20:58:57","date_gmt":"2025-06-05T18:58:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.annalerntleben.de\/?p=231"},"modified":"2025-06-05T20:58:57","modified_gmt":"2025-06-05T18:58:57","slug":"auch-kleine-erfolge-feiern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.annalerntleben.de\/?p=231","title":{"rendered":"Auch kleine Erfolge feiern"},"content":{"rendered":"\n<p>Bisher bin ich immer der Meinung ich mache keine Fortschritte, entwickel mich nicht weiter. <\/p>\n\n\n\n<p>Klar, ein Teil meiner Erkrankung samt Symptome ist bereits chronisch und sehr schwer \u00e4nderbar. Aber es gibt auch Bereiche in denen Entwicklung m\u00f6glich ist. Und hier geht es darum auch die kleinsten Erfolge zu feiern. Das Problem ist, dass ich denke nur mega Fortschritte sind es wert gefeiert zu werden und davon mache ich gef\u00fchlt keine. Das frustriert mich und f\u00fcttert den Glaubenssatz &#8220;ich schaffe nichts, ich kriege nichts auf die Reihe&#8221;. Doch geschehen doch Erfolge und zwar eher die kleinen, dann nehme ich sie nicht wahr. <\/p>\n\n\n\n<p>Da hilft es mir, wenn mich jemand von au\u00dfen darauf hinweist. So heute geschehen und das Beispiel m\u00f6chte ich gerne teilen: <\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben in der Arbeit eine neue Kollegin. Meine Chefin fragte mich ob ich eine T\u00e4tigkeit mit ihr zusammen machen m\u00f6chte. Intuitiv sagte ich dass ich das eher nicht mag. Im gleichen Moment f\u00fchlte ich mich schlecht, wie gemein ich denn sei, wie egoistisch und unkollegial. Das war erst eine echt ungute Situation. Ich hatte den Eindruck mich rechtfertigen zu m\u00fcssen, damit ich eben nicht als unkollegial gehalten werde. Doch irgendwie verpasste ich den Moment. <\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter kam meine Chefin zu mir und fragte ob ich lieber alleine arbeiten m\u00f6chte &#8211; ja, so ist es. Ich habe ihr meine Bedenken bez\u00fcglich meiner Antwort genannt und sie meinte, dass sie das gar nicht so sehe, denn ich habe nur f\u00fcr mich gesorgt. Oh, na so habe ich das gar nicht gesehen, hat aber meinen Blickwinkel erweitert. So kann man es also auch sehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann es zum Teil annehmen, dass es ein Akt an Selbstf\u00fcrsorge war, aber der Anteil der mich verurteilt ist nicht komplett weg. Er redet mir ein, dass ich es h\u00e4tte tun sollen, dass es doch nicht schlimm gewesen w\u00e4re etc. Und gleichzeitig wei\u00df ich das es f\u00fcr mich schon schlimm gewesen w\u00e4re. Ein innerliches Hin und Her, wie man unschwer erkennt. Solange diese verurteilende Stimme so laut ist, wird es schwierig solche Erfolge als solche zu erkennen. Aber vielleicht gibt es immer wieder so Impulse von Au\u00dfen, die mir beim Erkennen helfen. <br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisher bin ich immer der Meinung ich mache keine Fortschritte, entwickel mich nicht weiter. Klar, ein Teil meiner Erkrankung samt Symptome ist bereits chronisch und sehr schwer \u00e4nderbar. Aber es gibt auch Bereiche in denen Entwicklung m\u00f6glich ist. Und hier geht es darum auch die kleinsten Erfolge zu feiern. Das Problem ist, dass ich denke nur mega Fortschritte sind es wert gefeiert zu werden und davon mache ich gef\u00fchlt keine. 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