{"id":85,"date":"2022-08-11T13:53:44","date_gmt":"2022-08-11T11:53:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.annalerntleben.de\/?p=85"},"modified":"2022-08-11T13:53:44","modified_gmt":"2022-08-11T11:53:44","slug":"selbstfuersorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.annalerntleben.de\/?p=85","title":{"rendered":"Selbstf\u00fcrsorge"},"content":{"rendered":"\n<p>Eigentlich ein einfaches Wort und doch kann die Umsetzung ein schier un\u00fcberwindbarer Berg sein. F\u00fcr mich bedeutet Selbstf\u00fcrsorge, dass ich mich um mich selbst k\u00fcmmere, aber mich eben auch f\u00fcrsorglich behandle. Dazu geh\u00f6rt auch, dass ich mich um meine Bed\u00fcrfnisse k\u00fcmmere. Doch da f\u00e4ngt das Problem oftmals schon an. Wie kann ich meine Bed\u00fcrfnisse erf\u00fcllen? Wie lauten sie \u00fcberhaupt? Wie kann ich sie erkennen? Selbst wenn ich sie erkenne, sie benennen kann, f\u00e4llt mir die Umsetzung extrem schwer. Doch warum? Hier ein kleines &#8211; f\u00fcr mich jedoch echt schwieriges &#8211; Beispiel: Familientreffen in einer ger\u00e4umigen Wirtschaft, viele Leute in einem Raum, sehr hoher L\u00e4rmpegel. Ich sp\u00fcre wie es mir zu viel ist, ich mich nach Ruhe und Stille sehne. Ich spreche es auch aus, dass es mir zu laut ist, doch damit ist meine Aktion beendet. Ich h\u00e4tte sehr leicht f\u00fcr ein paar Minuten an die frische Luft gehen k\u00f6nnen, zur Not h\u00e4tte es auch die Toilette getan, aber ich habe nichts getan. Ich habe die Z\u00e4hne zusammen gebissen, ausgehalten. Das ging dann so weit, dass ich am Ende des Tages v\u00f6llig reiz\u00fcberflutet, hoch angespannt und aggressiv war. Warum f\u00e4llt es mir derma\u00dfen schwer in dem Moment mich und mein Bed\u00fcrfnis ernst zu nehmen und dem zu folgen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gewohnheit<\/li><li>Ich muss aushalten<\/li><li>Mir darf es nicht gutgehen<\/li><li>Ich darf nicht auffallen<\/li><li>Es k\u00f6nnte peinlich sein<\/li><li>Meine Bed\u00fcrfnisse z\u00e4hlen nicht<\/li><li>Ich soll mich nicht so anstellen<\/li><li>Ich muss &#8220;brav&#8221; sein<\/li><li>&#8230;<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Ich habe aber auch schon sehr fr\u00fch verlernt auf mein Bauchgef\u00fchl zu h\u00f6ren, meinem K\u00f6rper und dessen Bed\u00fcrfnisse zu vertrauen. Ich habe mich als Schutz von den Empfindungen abgeschottet und weder W\u00fcnsche noch Bed\u00fcrfnisse ge\u00e4u\u00dfert. Gef\u00fchle der Ohnmacht und Hilflosigkeit wurden zu einem grunds\u00e4tzlichen Lebensgef\u00fchl und das eine oder andere Mal zu meinem Verh\u00e4ngnis. Ich habe schlicht verlernt meinen Empfindungen zu vertrauen und dann Entscheidungen zu treffen. Stattdessen habe ich gelernt auszuhalten, still zu halten, Z\u00e4hne zusammen zu bei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine wunderbare Methode um mich den eigenen Empfindungen wieder zu n\u00e4hern ist das Yoga. Ich beginne langsam mein Bauchgef\u00fchl zu sp\u00fcren, ich habe nun eine Wahl und jederzeit die Kontrolle, z.B. auf welche Weise und wie lange ich eine \u00dcbung ausf\u00fchre. Ich lerne durch solch kleine Entscheidungen, mein k\u00f6rperliches Befinden zu bestimmen und zu beeinflussen. Ermutigt durch solch kleine Entscheidungen erhoffe ich mir eine \u00dcbertragung auch auf andere Lebensbereiche in denen ich dann nicht mehr in den Automatismus verfalle auszuhalten sondern mich aktiv f\u00fcr mein Wohlbefinden einsetze.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich ein einfaches Wort und doch kann die Umsetzung ein schier un\u00fcberwindbarer Berg sein. 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