Die verschränkten Arme
So sehr sehne ich mich gerade nach den liebevollen, schützenden, Sicherheit und Halt gebenden Armen. Doch diese Arme sind verschränkt, sie öffnen sich nicht mehr. Nie mehr. Ich bin in einer Art Schockstarre. Ich frage mich was ich nur falsch gemacht habe. Ich habe alles befolgt was die Arme gefordert und gebeten haben. Doch ich dachte es ginge darum, dass durch meine Befolgung die Arme schützend, stützend und liebevoll für mich offen bleiben. Egal wie sehr ich mich anstrenge, es wird nie genügen.
Ich bin zurückgefallen in eine Zeit in der viele Arme abwehrend verschränkt waren. Da war und ist so viel Kälte. Ich fühle mich klein, ohnmächtig und hilflos.
Ich könnte mich auf die Suche nach neuen Armen machen, in der Hoffnung sie öffnen sich. Doch ich will bei den mir vertrauten bleiben. Ich habe mich so weit, so offen, so verletzlich und ehrlich gezeigt, habe nach langer Zeit das Vertrauen aufgebracht mich fallen zu lassen. Ich habe es zugelassen mich in diese Arme fallen zu lassen. Ich hatte die große Hoffnung dass dies die Arme sind die sich nie verschließen werden. Doch nun der Schock. Auch diese schließen sich.
Es tut so weh. Diese inneren Gefühle auszuhalten ist echt schwer. Vor allem ihnen nicht auszuweichen, nicht in alte Muster zu verfallen, sie nicht mit destruktiven Mitteln wegzudrängen. Ich kämpfe gerade sehr. Ich bin so traurig und fühle mich so verlassen. Es gelingt mir nur sehr schwer zu unterscheiden was jetzt hier und heute ist und was alte Gefühle, alte Situationen sind. Es mischt sich, verschwimmt. Ich möchte schreien, weinen, toben und schluchzen, doch ich bleibe stumm und starr und mein Herz krampft.