Fehlende Konsequenz
Ein Punkt, der mich wirklich total ärgert, mich frustriert und es mir echt schwer fällt mich dafür nicht abzuwerten ist meine absolut fehlende Konsequenz bei meiner Alltagsstruktur bzw. Psychoroutine. Dabei habe ich ja schon mehrfach, nein schon sehr, sehr oft, die Erfahrung gemacht, dass es mir eigentlich gut tut. Wieso um alles in der Welt kann ich nichts davon umsetzen? Es wäre nicht mal ein großer Zeitaufwand, aber ich kriege es einfach nicht hin. In der Klinik ist das einfach, da gibt es für alles feste Termine und ich hab ja sonst nichts drum rum zu tun. Dennoch ist das keine Entschuldigung und so voll ist mein Alltag ja auch nicht.
Was sicher ein Punkt ist, warum es nicht leicht ist feste Zeiten einzuhalten, ist die Tatsache, dass ja jeder Tag etwas anders ist oder eben auch nicht total durchgetaktet werden kann. Natürlich möchte ich auch noch etwas Spielraum für Spontanität lassen. (Denn dies ist ja auch eine meiner Aufgaben – etwas mehr spontan zu sein.)
Was sind das für Routinen, die ich gerne umsetzen möchte?
– Yoga
-> hab ich ab Mitte September wieder fest 1x pro Woche mittwochs ✅️
– QiGong
-> evtl. Sonntag vormittag?
– intuitives Schreiben
-> dies könnte ich zu der Frühstückszeit machen, also direkt im Anschluss, nicht während dem Essen
– Dankestagebuch
-> eine super Zeit dafür ist direkt vor dem Schlafen gehen
– Mehr Bewegung
-> zu den Arbeitszeiten (Mo, Di und Do) bekomme ich min. 30 Min Bewegung durch das Laufen vom Bahnhof nach Hause und auch im Laden laufe ich einiges ✅️
-> vll. nehme ich auch meine freitäglichen Touren wieder auf 😉
– 3 Mahlzeiten am Tag
-> das ist wohl der schwierigste Punkt
– Hinspüren wie es mir gerade geht und was ich brauche
-> wie soll ich mich da immer wieder daran erinnern, mir Zeit und Ruhe nehmen und sei es nur für einen Augenblick?
Wenn ich mir das so anschaue, dann klingt das einigermaßen machbar. Ich werde das so nun mal probieren. Mit dem QiGong muss ich mal schauen, das müsste ich über Youtube machen, was ja auch total easy zu erledigen ist. Nur dafür eine feste Zeit zu finden, die ich dann auch einhalten kann, ist schwierig bzw. mich selbst dazu zu motivieren.
Der letzte Punkt der 3 Mahlzeiten wird der schwierigste in der Umsetzung, da ich hier den größten Widerstand spüre und gerade wenn die Waage nicht das anzeigt was ich sehen möchte… Und auch sonst ist da ja immer die Tendenz einzusparen, bzw. gelingt mir das ja nur ab und zu. Nur hat das dann aber wieder eher Essattacken zur Folge und der Kreislauf beginnt von vorne.
Mit dem Hinspüren – was meiner Meinung nach ein essentieller Punkt ist – bin ich total überfordert. Selbst in der Klinik, wo ich oft daran erinnert wurde und es eben oft auch um die Anspannung ging, fiel es mir schwer mich einzuschätzen oder zu wissen was ich dann brauche.
-> das ist dann auch der Punkt, an dem ich mir Unterstützung von der Therapie erhoffe