Verlustangst
Immer wieder, fast wellenartig, bricht sie über mich herein – die Angst.
Es geht um die Angst Peter zu verlieren. Um es beim Namen zu nennen – dass er stirbt. Das ist meine aller aller größte Angst.
In meinem Kopf fahren die schlimmsten Szenarien Achterbahn. Sein Tod würde auch mein Leben beenden. Ohne ihn würde alles seinen Sinn verlieren. Alles was farbig war, würde nur noch schwarz weiß erscheinen.
Die Angst schnürt mir die Luft ab. Panisch, klitschnass wache ich in der Nacht mit hämmerndem Herzen auf. Und am Tag schieben sich die Gedanken und damit die Angst immer wieder in den Vordergrund. Ich bekomme regelrechte Beklemmungen und tatsächliche Herzschmerzen. Meine Hände werden taub und fangen das kribbeln an. Auf meinem Brustkorb liegt ein tonnenschwerer Felsbrocken. Panik, pure Panik.
Ich kann mit dieser Angst nicht umgehen, sie ist zu real und zu bedrohlich. Ich kann mich nur betäuben, mich von allen Gefühlen trennen, nichts spüren müssen. Und dennoch findet die Angst immer wieder einen Weg hindurch. Ich habe Angst, dass sie bleibt und nicht wieder geht.
Ich wünsche mir Sicherheit, aber eine die definitiv ist. Doch leider gibt es das nicht. Das ist schwer auszuhalten. Und so bleibt mir nur das Warten bis die Angst hoffentlich wieder abebbt.