Traumasymptome im Alltag
Achtung Triggerwarnung – bitte lese dies nur, wenn du dich stabil fühlst und gut für dich sorgen kannst
Seit ich die zusätzlichen Medikamente gegen die Anfälle nehme, funktioniert meine Verdauung so gut wie gar nicht mehr. Ich habe schon von Grund auf ein Problem damit, es ist aber zusätzlich durch ein Trauma extrem negativ besetzt. Und nun wird es sehr getriggert, was dann die Situation noch mehr erschwert. Dann versuche ich weniger zu essen, damit sich nicht zu viel “ansammelt” was dann wiederum die Essstörung triggert bzw zu vermehrten Essanfällen führt. Grrrrrr…. Eine echt ungute Situation.
So kann etwas vermeintlich “alltägliches” zu einem echten Problem werden. Und es ist echt mehr als besch… wenn man immer wieder an ein Trauma erinnert wird. Das geht ganz automatisch und ich fühle mich schmutzig, eklig und abstoßend. All der Druck, die Anspannung, die Wut, das Runterschlucken und Aus- und Stillhalten kommen an die Oberfläche.
Aber ich will nicht mehr aushalten, ich will mich nicht mehr dafür bestrafen müssen dass er das mit mir gemacht hat, ich will nicht mehr stillhalten. Ich will aktiv dagegen angehen, sowohl gegen die Autoaggression, aber auch gegen die Auslöser und allem voran will ich mich nicht mehr schuldig fühlen für das was er mir angetan hat. Er hätte das nicht tun dürfen, er hat meine Situation ausgenutzt, er hat mich eingeschüchtert, er ist an der Situation Schuld, er hat dafür die Verantwortung zu tragen, stillhalten ist KEIN Einverständnis. Niemals.
Und so versuche ich nun respektvoll und fürsorglich mit mir umzugehen. Ich schaue was mir guttut und meine Verdauung positiv beeinflusst. Es ist nicht leicht, gerade diesen Aspekt immer wieder im Fokus zu sehen. Und trotz allem möchte ich ihm nicht mehr ausweichen, nicht mehr vermeiden, auch hier darf Bewegung stattfinden – im wahrsten Sinne des Wortes. 😉