Gefühle
12.08.2022
Heute ist so ein Tag, an dem alles etwas dunkler und grauer erscheint. Ich bin weinerlich, habe diverse Ängste, fühle mich einsam und alleine. Ich bin seit 4 Tagen im KH und mir fällt langsam die Decke auf den Kopf.
Gestern habe ich begonnen den engsten Vertrauten Zugang zu meiner Seite zu geben. Es war so ein emotionales Erlebnis, ich habe so viel Unterstützung, positiven Rückhalt und Liebe erfahren, dass ich am Abend weinend am Fenster saß. Ungläubig darüber, dass ich es verdient habe so liebe Menschen um mich zu haben und so gesegnet zu sein.
Es war schwer auszuhalten, es zuzulassen, ohne auf die Stimme zu hören, die mir einreden will, dass ich es nicht wert bin, dass ich doch wieder alle enttäuschen werde. Nein, ich werde mein bestes geben, aus Respekt vor mir selber und aus Liebe zu meinen Herzensmenschen.
Gleichzeitig ist der Tag heute beschwerlich. Die Anspannung ist ziemlich hoch, zum Glück habe ich meine Knete (als Skill) dabei. An ihr kann ich mich auch auf eine Art und Weise festhalten, denn genau das fehlt mir gerade, Halt und Kontrolle, es macht mir Angst, als ob mir die Situation entgleitet. Doch ich gehe in Bewegung, und wenn es nur meine Hände sind, die die Knete kneten. Ich spüre den Druck, den meine Finger ausüben, die weiche Knete zwischen den Fingern.
Ich lasse die Gefühle zu, lasse sie kommen und gehen. Auch eine Art Bewegung, wie eine Welle. Ich versuche sie wahrzunehmen und zu benennen. Und so wie am Abend die Sonne untergeht und man darauf vertrauen kann, dass sie morgens wieder aufgeht, versuche ich mich im Vertrauen zu üben, dass es auch für mich nach einem Regentag wieder einen sonnigen Tag gibt.